Beim Benefizspiel der Per Mertesacker Stiftung vor 9000 Zuschauern siegte das Team der Robert Enke Stiftung nach Elfmeterschießen / 75.000 € Gesamterlös einschließlich Sponsoreneinnahmen / Die Hälfte der Zuschauereinnahmen geht an die Robert Enke Stiftung

Viel Spaß hatten Spieler und Besucher des vierten Benefizspiels der Per Mertesacker Stiftung (PMS) am Pfingstmontag im Arminia-Stadion. Während der an der Ferse verletzte Per Mertesacker nach dem Anstoß des Teamkollegen Oliver Pocher scheinbar verletzt vom Feld humpelte und sogleich durch seinen Bruder Timo ersetzt wurde, sorgte der Comedian auch während des Spiels auf Feld und vom Feldrand immer wieder für witzige Einlagen. Von der Tribüne aus beobachtete auch Teresa Enke das Spiel, das sie nach eigenem Bekunden als gut überstandene Belastungsprobe empfand. Profis wie Amateure gaben ihr Bestes in einem Spiel, das sich stellenweise als Kopf-an-Kopf-Rennen erwies: Nach dem Eröffnungstor von Pierre van Hooijdonk von der Robert Enke Stiftung (RES) erzielte Marko Marin den Ausgleich in der elften Spielminute. Nach dem zwischenzeitlichen Ausscheiden von Oliver Pocher ging die RES erneut mit einem Tor von Christian Schwarzer (Alter und Trikotnummer „41“) in Führung. Personalüberraschung auf dem Feld: Werder-Bremen-Kollege Tim Borowski hatte sich kurzfristig entschlossen, Per zu unterstützen und lief mit selbst gemalter „24“ auf dem Trikot auf. Ausgleich erfolgte durch Hanno Balitsch in der 35. Spielminute.

Gute Kondition bewiesen indessen der 19-jährige Marvin Linke und die Entertainer Matze Knop und Schauspieler Raul Richter, aber auch „2 schneidig“ Martin Rietsch und Ex-Fury-In-The-Slaughterhouse-Schlagzeuger Rainer Schumann. Filiz Koc als einzige Frau auf dem Platz präsentierte sich in dieser als „Außenseiter-Rolle“ ebenso spielstark wie der jüngste Teilnehmer, Niklas Tarnat (12), der wenige Minuten nach Spielbeginn gegen Vater Michael eingewechselt wurde. Bei der RES konnte Trainer Ewald Lienen auf eine Achse mit geballter Hannover 96-Erfahrung zurückgreifen: Hanno Balitsch, Arnold Bruggink, Thomas Christiansen und Richie Golz liefen nebst Tarnat für dies Stiftung auf. RES-Trainer Ewald Lienen wechselte sich bald allerdings auch selbst ein und bestätigte sein Talent am Ball: Nach einer Flanke auf van Hooijdonk, der sie mit der Brust ablegte, erzielte Thomas Christiansen den Führungstreffer für die RES kurz vor Ende der ersten Halbzeit. Für seinen offen durch das gezeigten Triumph durch das Blankziehen des Oberkörpers kassierte er allerdings eine gelbe Karte – die einzige des Spiels.

ln der zweiten Halbzeit verteidigte PMS-Vorstand Matthias Uelschen als Ersatz für Jörg Sievers zunächst das Tor, kassierte ein Eigentor von Matze Knop. Ein erster Elfmeter folgte nach einem Foul von Oliver Pocher durch den Verursacher selbst, gehalten von Walter Junghans. Den Anschlusstreffer erzielte Marko Marin in einer schönen Eigenleistung, kurz bevor Ivan Klasnic mit einem besonders eleganten „Tor des Tages“ zum Ausgleich in der 71. Spielminute aufholte. Bereits in der Nachspielzeit er- reichte Bruggink das 5:4, ausgeglichen durch Clemens Fritz für die PMS. Bei dem anschließenden Elfmeter- schießen verfehlte kaum ein Ball das Tor: Mit 14:13 endete die Partie, mit der sich Per vollends zufrieden zeigte: „Ich bin guter Dinge, dass wir das Spiel weiterhin wiederholen!“, erklärte er. Im Anschluss an das Spiel nahm Jan Baßler, Geschäftsführer der Robert Enke Stiftung, den Siegerpokal entgegen. Den psd-Fairness-Pokal erhielt Niklas Tarnat, „der während des gesamten Spiels besondere Fairness und Kampfgeist bewiesen hat“, so das Schiedsrichter-Trio.