Die Robert-Enke-Stiftung möchte Menschen mit Depressionen mittels einer neuen App unterstützen. Hierzu stellen Teresa Enke, DFB-Präsident Reinhard Grindel und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff die EnkeApp vor. Neben einem weitreichenden Hilfsangebot bietet die Anwendung umfassende Einblicke in die Stiftungsarbeit.

Die Robert-Enke-Stiftung erweitert ihr Hilfsangebot für Menschen mit Depressionen: Da das mobile Telefon zum wichtigsten Kommunikationsmittel unserer Zeit aufgestiegen ist, soll das Smartphone nun auch im Kampf gegen Depressionen nutzen. Hierzu wird die innovative Anwendung EnkeApp im Vorfeld des WM-Qualifikationsspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Nordirland in der HDI-Arena Hannover vorgestellt. Teresa Enke wird dabei ebenso zugegen sein wie DFB-Präsident Reinhard Grindel, Nationalteammanager Oliver Bierhoff und die Entwickler des neuen Hilfsangebots.

Unter den vielzähligen Funktionen der neuen App lassen sich zwei Schwerpunkte herausstreichen: Zum einen ermöglicht es die Anwendung, Interessierten (an der Stiftungsthematik und –arbeit) eine authentische Wissens- und Kommunikationsplattform rund um das Thema Depressionen bereitzustellen und sich in allgemein verständlicher Sprache über Depressionen zu informieren. Dabei kann die App als erster, leicht zugänglicher Anlaufpunkt für Menschen genutzt werden, die den Verdacht hegen, sie oder jemand in ihrem Umfeld leide unter psychischen Problemen. So findet sich auf der App auch ein von Experten erarbeiteter Selbsttest. Hier lässt sich die Probe machen, ob ein Arztbesuch angeraten ist. „Wir wissen, dass es in allen Lebensbereichen und auch im Sport zu Depressionen kommt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Personen bereit sind, sich ihrer Krankheit zu stellen. Die EnkeApp leistet dazu einen großen Beitrag“, lobte Oliver Bierhoff bei der Präsentation der Anwendung.

Den innovativsten Beitrag stellt das SOS-Feature der EnkeApp dar. Mithilfe eines Notruf-Buttons besteht die Möglichkeit Suizidgefährdete vor dem Tod zu bewahren, indem diese in letzter Sekunde einen Hilferuf absetzen können. Über eine GPS-Lokalisierung ist es Hilfskräften nach Auslösen des Notruf-Buttons sogar möglich, den Betroffenen zu finden, auch wenn sich dieser außer Stande sieht zu sprechen. DFB-Präsident Reinhard Grindel unterstreichte den lebensrettenden Aspekt: „Es ist auch und gerade im Sport kein Tabu, sich helfen zu lassen. Die EnkeApp ist ein weiterer Beitrag für jedermann, in einer Krise Hilfe zu holen.“

An der Umsetzung des Projektes wirkte die Robert-Enke-Stiftung über mehrere Jahre mit den Projektpartnern von migardo GmbH, mobfish GmbH und Jung von Matt/sports zusammen. „Das Engagement der drei Stiftungsgründer hat nie nachgelassen, und mich freut es sehr, dass wir jetzt die ‚EnkeApp‘ hochwertig und hilfreich anbieten können“, sagte Teresa Enke. „Seit dem Tod meines Mannes hat sich vieles verändert. ‚Hab Dich nicht so‘, war doch früher die übliche Reaktion, wenn jemand über Ängste oder Perspektivlosigkeit klagte. Das Wissen über die tückische Krankheit Depression ist heute viel, viel größer. Dennoch dürfen wir nicht nachlassen. Jedes Leben zählt.“

Die EnkeApp steht ab sofort im Internet zum Herunterladen zur Verfügung.

Bilder von der Pressekonferenz