Uli Hoeneß erhöht Preisgeld mit Spende auf 30.000 Euro

Erstmals hat die Robert-Enke-Stiftung den mit 17.500 Euro dotierten „Förderpreis Seelische Gesundheit im Nachwuchsleistungssport“ verliehen. Im Rahmen der NDR-Filmpreview „Robert Enke – Auch Helden haben Depression“ wurden am Montag im Theater im Aegi in Hannover drei Projekte ausgezeichnet, die sich nachhaltig mit der seelischen Gesundheit von Nachwuchsleistungssportlern auseinandergesetzt haben. Eine ganz besondere Würdigung erfuhr der Förderpreis allerdings im Nachgang der Veranstaltung – und zwar von Ehrengast Uli Hoeneß.

Der Präsident des FC Bayern München, der zuvor bei der Podiumsdiskussion neben Teresa Enke mit anschaulichen wie anteilnehmenden Erzählungen über den früheren Nationalspieler und Bayern-Profi Sebastian Deisler ein konkretes Bild des Krankheitsbildes Depression gezeichnet hatte, stockte die Zuwendung des Förderpreises mit einer Privatspende auf 30.000 Euro auf. Durch das finanzielle Engagement von Uli Hoeneß ist es der Robert-Enke-Stiftung nun möglich, alle drei ausgezeichneten Projekte mit jeweils 10.000 Euro zu prämieren. Weitere 12.500 Euro stellt Hoeneß der Robert-Enke-Stiftung für die Aufklärungsarbeit von der Krankheit Depression zur Verfügung.

Teresa Enke, Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung: „Ich bin Uli Hoeneß sehr dankbar, dass er mit seiner Spendenbereitschaft sofort erkannt hat, welche Bedeutung der Förderpreis für junge Sportlerinnen und Sportler hat. Denn hiermit machen wir das vielfältige Engagement des Leistungssports für Seelische Gesundheit in Deutschland sichtbar.“

Der Förderpreis der Robert-Enke-Stiftung zeichnet Projekte, Maßnahmen und Konzepte von Nachwuchsleistungszentren (NLZ) im Fußball, Olympiastützpunkten (OSP), Sportinternaten oder -vereinen aus, die sich im Hinblick auf die Prävention, Diagnostik oder Behandlungsstruktur für eine nachhaltige Auseinandersetzung mit der seelischen Gesundheit von ihren Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportlern eingesetzt haben.

Von den insgesamt 18 Bewerbern taten sich die drei Preisträger jeweils unter ihresgleichen hervor: Die TSG 1899 Hoffenheim unter den NLZs im Fußball, der Olympiastützpunkt Berlin unter den OSPs und das Sportinternat Knechtsteden unter den Vereinen und Sportinternaten.

Der erste Preis ging an den Olympiastützpunkt Berlin. Dort wird den Bundeskaderathleten aus 30 Sportarten ein sportpsychologischer Service in Verbindung mit einer Psychotherapeutin geboten, um präventiv „auffangen“ zu können. Die Schnittstellenarbeit zwischen Sportpsychologie und Psychotherapie ist zudem niedrigschwellig. Nähere Informationen hier:

https://youtu.be/7hm2e7zhqgU

Die TSG 1899 Hoffenheim belegte mit ihrer Darstellung eines Konzepts zum gesunden Umgang mit Stress den zweiten Platz. Das Programm zweier Sportpsychologen beinhaltet die Erfassung der Stressverarbeitung und ein tägliches Monitoring auf individueller Basis, um den Umgang mit Stress zu diagnostizieren, präventive Maßnahmen einzuleiten und durch gezieltes Training sowie Coaching-Strategien zur Stressverarbeitung zu vermitteln. Nähere Informationen hier:

https://youtu.be/opkfqQaukc4

Der dritte Preisträger, das Sportinternat Knechtsteden, bietet seinen jugendlichen Nachwuchsleistungssportlern eine unabhängige Bezugsperson, die psychologischen Rat geben kann. So hat das Sportinternat gemeinsam mit „MentalTalent“, einer sportpsychologischen Betreuungsinitiative für den Nachwuchsleistungssport in Nordrhein- Westfalen, eine Sprechstunde entwickelt und etabliert. Nähere Informationen hier:

https://youtu.be/s3D0mTGoi48

Jan Baßler, Geschäftsführer der Robert-Enke-Stiftung, über die Vorstandsentscheidung der Preisträger: „Die Zusammenarbeit der Sportpsychologin und der Psychotherapeutin am Olympiastützpunkt Berlin hat uns stark an die Anfänge der Stiftung erinnert. Eine Gemeinsamkeit unserer Arbeit liegt in den niedrigschwelligen Angeboten. Vor allem deshalb haben wir uns für den Olympiastützpunkt Berlin als ersten Preisträger entschieden. Ich möchte aber betonen, dass es eine unheimlich knappe und auch schwere Entscheidung war. Der Vorstand um Teresa Enke hat sich sehr schwer getan, weil sich alle Preisträger dadurch ausgezeichnet haben, dass sie durch hohen Eigeneinsatz ein sensibles Thema vorantreiben möchten. Bei Durchsicht der Bewerbungsunterlagen kann man nur zu dem Entschluss kommen, dass sich die vergangenen zehn Jahre im Leistungssport sehr wohl etwas verändert hat.“

Über die Vergabe des Preises entschied der Vorstand der Robert-Enke- Stiftung auf Grundlage der Empfehlung einer interdisziplinär besetzen Prüfungskommission. Dieser gehörten Prof. Dr. Petra Garlipp (Referat Sportpsychiatrie/-psychotherapie der DGPPN), Frauke Wilhelm (Sportpsychologin FC St. Pauli, DFB U19-Nationalmannschaft) und Markus Miller (Torwarttrainer Karlsruher SC) an. Die Prüfungskommission hat sich ehrenamtlich für den Förderpreis engagiert.

Über die Robert-Enke-Stiftung:

Die gemeinnützige Stiftung unterstützt Projekte, Maßnahmen und Einrichtungen, die über Herzkrankheiten von Kindern sowie Depressionskrankheiten aufklären und deren Erforschung oder Behandlung dienen. Initiatoren sind der Deutsche Fußball-Bund e.V. (DFB), der DFL e.V. und die Hannover 96 GmbH & Co. KG.

Pressekontakt:
Teresa Enke (Vorstandsvorsitzende) / Jan Baßler (Geschäftsführer)
Email: info@robert-enke-stiftung.de
Email: impressiondepression@robert-enke-stiftung.de
Tel.: +49 5105-77-5555-10

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