Barsinghausen, April 2011 – „Wir wollen Toleranz schaffen, Vorurteilen und der Stigmatisierung ein Ende setzen.“. Mit diesem ehrgeizigen Ziel versuchen 17 Masterstudenten der Hochschule der Medien (HDM) in Stuttgart die Krankheit Depression der Öffentlichkeit mittels eines Kurzfilm-Projektes zugänglich zu machen. Durch den Film „Annas Augenblicke“, der seine offizielle Premiere am 16. April 2011 im Delphi-Kino in Stuttgart gefeiert hat, soll die Öffentlichkeit, dem Produktionsteam zufolge, nicht nur dafür sensibilisiert werden, „dass Depressionen mehr sind als nur Stimmungsschwankungen“, sondern man möchte den Betroffenen auch gleichzeitig „Hoffnung und Lebensmut mit auf den Weg geben.“15

Im Mittelpunkt der Handlung dieses Kurzfilms steht die junge Anna, die sich nach einem Suizidversuch in der Psychiatrie wiederfindet. Dort erkennen die Verantwortlichen schnell, was hinter ihren Symptomen steckt und konfrontieren sie mit der Diagnose Depression. Im weiteren Verlauf begleitet der Zuschauer das Mädchen auf ihrem Weg, die Krankheit zu verstehen und zu bekämpfen. Zur ausführlichen Ergründung der Krankheit sowie ihrer Folgen diente den Studenten ein reger Austausch mit Betroffenen, Ärzten, Kliniken und anderen themenspezifischen Institutionen im Vorfeld der Produktion. Somit ist es ihnen gelungen, einen Film zu produzieren, der dieses schwierige Thema auf Grundlage der Erfahrungsberichte von Patienten und der Kompetenz von medizinischen bzw. psychologischen Experten in einer äußerst realitätsnahen Weise behandelt. Zusätzlich erfolgt die Aufarbeitung von Geschichte und Hintergründen des Spielfilms mittels einer parallel erscheinenden Dokumentation.

Auf der Premierenfeier des Films traf Jan Baßler, Geschäftsführer der Robert-Enke-Stiftung, der nach Stuttgart gereist ist, um die Erstausstrahlung des Filmes persönlich mitzuerleben und an der anschließenden Podiumsdiskussion im mit über 200 Menschen gefüllten Kinosaal teilzunehmen, u.a. einen Vertreter der Deutschen Depressionsliga. Nimmt man die Reaktionen der Besucher, welche laut einem Sprecher des Produktionsteams „von allen Seiten sehr positiv“ ausgefallen sind als Anhaltspunkt, dürfen sich die Studenten schon einmal zu Gute halten, den Gästen ein imposantes Event geboten zu haben. Und auch Baßler, bezeichnet den Abend als „durchweg gelungene Veranstaltung sowie tolles Erlebnis.“. In Anbetracht des erfreulichen Feedbacks scheint sich die anfängliche Bewertung dieses Vorhabens, als gute Möglichkeit, der angestrebten Enttabuisierung des Themas Depression durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit wieder einen Schritt näherzukommen, zu bestätigen. Dementsprechend erwartungsvoll blickt die Robert-Enke-Stiftung, die das Projekt als Hauptsponsor unterstützt hat, der weiteren Ausstrahlung von „Annas Augenblicke“ über die Kinoleinwand, der Einreichung bei verschiedenen Filmfestivals sowie der geplanten Veröffentlichung einer DVD entgegen.

Nähere Informationen finden Sie unter www.annas-augenblicke.de