Deutschland gedenkt Robert Enke. Das tragische Schicksal, welches diesen außergewöhnlichen Sportler sowie Menschen als Folge seiner jahrelang verborgenen Depressionserkrankung am 10. November 2009 ereilte, jährte sich zum zweiten Mal.

Nachdem dieses bestürzende Ereignis seinerzeit eine in der Gesellschaft und vor allem im Bereich des Leistungssports lange stigmatisierte Krankheit in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt hat, kann man aus Sicht der von Witwe Teresa Enke gegründeten Robert-Enke-Stiftung zwei Jahre später festhalten, dass die Arbeit erste Früchte trägt. So zeigen die öffentlichen Bekenntnisse von Profifußballern bzw. -trainern, wie bspw. Markus Miller, Ralf Rangnick, Martin Fenin oder zuletzt Paolo Guerrero, erste Entwicklungen in Richtung eines offeneren Umgangs mit psychischen Erkrankungen nicht nur in der breiten Allgemeinheit, sondern auch im speziellen, und sicherlich schwerer zugänglichen, Sektor „Leistungssport“. Nichtsdestotrotz erscheint das im Zuge der Stiftungsarbeit angestrebte Ziel einer vollständigen Enttabuisierung dieser Thematik jedoch noch längst nicht erreicht, weshalb der eingeschlagene Weg, auf dem insbesondere der deutsche Fußball einen äußerst effektiven Transportriemen darstellt, weiter Schritt für Schritt fortgesetzt werden muss.

Diese Solidarität des Fußballs gegenüber der Stiftung kommt einmal mehr auch am heutigen Tag eindrucksvoll zum Ausdruck. Denn ein Großteil der 36 Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga sind dem Aufruf der Stiftung, am 10. November 2011 eine Meldung zum Gedenken an Robert Enke über Ihre jeweilige Facebook-Präsenz zu veröffentlichen, gefolgt. Dass u.a. der FC Barcelona und Oliver Pocher, als Freund von Robert Enke, angekündigt haben, sich an der über die Social-Media-Plattform organisierten Initiative zu beteiligen, verleiht der Initiative natürlich nochmal eine besondere Note.Hier geht es zu Facebook-Seite der Robert-Enke-Stiftung.

Die Vorstandsvorsitzende, Teresa Enke, besuchte am Vormittag des 10. November gemeinsam mit Vertretern der Stiftung das Grab.