Am 11. Mai 2011 war es soweit: Zum ersten Mal setzte die Robert-Enke-Stiftung im Zuge ihrer Aufklärungsarbeit über das Thema Depression im Bereich der Trainerausbildung an. So veranstaltete man gemeinsam mit der Sparkassen-Fußballschule eine Kurzschulung, um deren Trainern die gesellschaftlich gewiss noch nicht ausreichend enttabuisierte Krankheit näher zu bringen.

Zu diesem Zweck wurde Frau Prof. Dr. Garlipp, Koordinatorin des „Bündnisses gegen Depression in der Region Hannover“ sowie geschäftsführende Oberärztin der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie an der MH Hannover, als Referentin in das Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen eingeladen. „Unser Ziel ist es sicher nicht, aus den Trainern ausgebildete Psychologen oder Psychiater zu machen. Vielmehr möchten wir sie für das Krankheitsbild Depression sensibilisieren, damit es ihnen beim Umgang mit den Kindern und Jugendlichen möglich ist, zum einen veränderte Verhaltensweisen richtig zu deuten und entsprechend zu handeln sowie zum anderen natürlich auch kompetent auf Fragen zu reagieren.“, sagte RES-Geschäftsführer Jan Baßler.

Dementsprechend verdeutlichte Frau Prof. Dr. Garlipp während ihres Vortrages vor allem die grundlegenden Charakteristika der Krankheit und ging in der anschließenden Diskussion ausführlich auf die reichlichen Fragen der Zuhörer ein. Sehr zufrieden mit der knapp zweistündigen Veranstaltung gab sich auch Per Michelssen, Leiter der Fußballschule, demzufolge es seitens der Trainerinnen und Trainer „durchweg positive Reaktionen“ gab, „da sie nun über die Grundkenntnisse bezüglich der schwierigen Thematik Depression verfügen und wissen, wie sie sich im Falle eines aufkommenden Verdachtes gegenüber dem Kind bzw. seinen Eltern zu verhalten haben.“ Dass die Robert-Enke-Stiftung viel Potenzial in einer dauerhaften Zusammenarbeit mit der Sparkassen-Fußballschule sieht, zeigt das geplante Vorhaben, während der zukünftigen Lehrgänge mit einem Informationsstand präsent zu sein.