Heute vor sechs Jahren nahm sich Fußballnationaltorhüter Robert Enke aufgrund von Depressionen das Leben. Die Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung Teresa Enke appelliert in ihrem Blog, das Thema Depression noch offener zu kommunizieren. In diesem Zusammenhang räumt sie ebenfalls mit zwei Missverständnissen in Bezug auf den Tod Robert Enkes auf.

Auf TERESAS BLOG unter blog.robert-enke-stiftung.de schreibt sie hierzu:

„Im Sinne eines natürlicheren Umgangs mit Depressionen möchte ich mit zwei Missverständnissen aufräumen: Zum einen mit der immer wieder geäußerten falschen Idee, der Fußball habe Robert krank gemacht. Es ist gut möglich, dass Robert auch als Sportjournalist oder Versicherungsvertreter unter Depressionen gelitten hätte. Er hatte offensichtlich eine Veranlagung für die Krankheit. Richtig ist, dass Robert unter dem Gefühl litt, als Profifußballer seine Krankheit geheim halten zu müssen, was seine Behandlung erschwerte. Deshalb ist es wichtig, dass der Profifußball versteht, dass Depressionen unter Fußballern genauso vorkommen wie Kreuzbandrisse. Und dass der Profifußball deshalb genauso erstklassige Behandlungsmöglichkeiten für Depressionen wie für Kreuzbandrisse bereitstellen sollte. Hier haben wir mit der Robert-Enke-Stiftung einen ersten Schritt getan, indem wir ein Netzwerk von Sportpsychiatern und Psychotherapeuten zusammenstellten und betroffenen Leistungssportlern über eine Telefon-Hotline die Möglichkeit geben, sofort kompetente Hilfe in ihrer Nähe zu finden. Robert und ich dagegen wussten zunächst nicht einmal, an wen wir uns mit seiner Krankheit wenden konnten!

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