Mellendorf. Dem Engagement von vier Gymnasiasten ist es zu verdanken, dass den Besuchern des Schulzentrums Mellendorf am 03. Juni 2017 ganz besondere Sommer-Melodien geboten wurden. Unter dem Motto „Summer Tunes 2017“ arrangierten die Schüler ein Benefizkonzert zugunsten der Robert-Enke-Stiftung – ganz unter dem Zeichen der Enttabuisierung von Depressionen.

Neben der Schülerband und einem ehemaligen Klassenorchester des Gymnasiums lockten die Wedemärker Band „Forward“ sowie die Big Band und die „Percussion Tonals“ der Musikschule Wedemark 200 Besucher an. Für den Besuch des Konzertes wurde kein Eintritt verlangt. Insgesamt kamen dennoch rund 600 Euro aus Spendengeldern zusammen, welche nun der Stiftungsarbeit zu Gute kommen sollen.

Der Stigmatisierung entgegen

Stellvertretend für die 10. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Mellendorf übernahm eine vierköpfige Gruppe die Organisation der Veranstaltung. Jana Pleuß, Luca Stappmanns, Niklas Hanke und Colin Bennett waren es auch, die die Idee hatten, die Robert-Enke-Stiftung mit den Einnahmen des Konzertes zu begünstigen. Obwohl der Tod von Robert Enke nun fast acht Jahre zurückliegt und die Organisatoren zu dieser Zeit noch die Grundschule besuchten, ist ihnen der Leidensweg Enkes noch gegenwärtig. Depressionen sind für sie, nach eigener Aussage, ein aktuelles und wichtiges Thema, welches sie mittels des Konzertes thematisieren wollten. So galt die Aufmerksamkeit der Besucher nicht nur der Musik. In einer Pause während des Konzertes wurde das Thema Depression durch einen Informationsstand der Robert-Enke-Stiftung in den Fokus gerückt.

Mit dem Blick für die Zukunft

Stiftungsmitarbeiter Tilman Zychlinski richtete während der Pause des Konzertes ein Grußwort an die Konzertbesucher und hob die Besonderheit des Konzertes aus der Sicht der Stiftung hervor: „Es ist für uns sehr erfreulich zu sehen, dass Jugendliche, die zu Lebzeiten von Robert noch sehr jung waren, an die Robert-Enke-Stiftung gedacht haben. Sie zeigen den Weg für unsere Arbeit in der Zukunft“, so Zychlinski. „Wir möchten der Entstehung eines möglichen Stigmas rund um die Krankheit Depression in den kommenden Generationen entgegenwirken. Ziel ist es, die Menschen auch ohne direkten Bezug zu Robert Enke mit seiner Geschichte zu erreichen, die Tabuisierung der Krankheit zu verhindern sowie die Enttabuisierung voranzutreiben. Das Konzert trägt schon allein durch die Thematisierung der Krankheit vor einem jungen Publikum zu der Erreichung dieser Stiftungsziele bei.“