Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil ist neuer Vorsitzender des Kuratoriums der Robert-Enke-Stiftung (RES). Auf der konstituierenden Sitzung des personell neu zusammengestellten Gremiums wurde er heute Mittag in Barsinghausen von den Mitgliedern einstimmig gewählt. Weil tritt damit die Nachfolge von Dr. Philipp Rösler an, der dieses Amt seit 2010 ausgeübt hatte. Neuer Stellvertreter ist der DFB-Schatzmeister und 1. Vizepräsident des Niedersächsischen Fußballverbandes, Reinhard Grindel.

„Robert Enke fühle ich mich sehr verbunden, weshalb ich den Vorsitz sehr gern übernehme“, sagte Weil nach seiner Wahl.

Eröffnet wurde die Sitzung im Sporthotel Fuchsbachtal von der Vorstandsvorsitzenden, Teresa Enke. „Es gibt mir ein gutes Gefühl, dass unsere Stiftung von Partnern und Persönlichkeiten aus der Medizin, der Politik, dem Sport und des öffentlichen Lebens, die sich alle meinem Mann verbunden fühlen, tatkräftige Unterstützung widerfährt“, erklärte sie bei der Begrüßung der neuen Mitglieder. Diese wurden in Abstimmung mit den beiden anderen Stiftungsgründern, dem Ligaverband e.V. und Hannover 96, durch das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes berufen wurden. Es sind: Boris Pistorius (Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport), Prof. Dr. Petra Garlipp (Oberärztin in der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover), Eugen Gehlenborg (DFB-Vizepräsident), Klaus Kukla (Oberstaatsanwalt), Markus Miller (Fußballprofi Hannover 96), Ronald Reng (Buchautor), Thomas Röttgermann (Geschäftsführer VfL Wolfsburg) und Markus Witkop (Osteopath).

Insgesamt wird das Kuratorium von 19 Mitgliedern gebildet, darunter der Teammanager der deutschen Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff. Anlässlich der heutigen Sitzung berichteten Teresa Enke und RES-Geschäftsführer Jan Baßler über die bisherigen Fortschritte der Stiftungsarbeit, weitere Herausforderungen und Ansatzpunkte für die Zukunft, welche mit den anwesenden Mitgliedern konstruktiv diskutiert wurden.

Teresa Enke: „Ich sehe noch viele Möglichkeiten, damit wir der Verwirklichung unserer ehrgeizigen Stiftungsziele ein Stück näher kommen können. Mit den eigeninitiierten Projekten wie `Robert-Enke-Stiftung auf Tour´ oder unseren Angeboten im Social-Media-Bereich konnten wir schon wichtige Maßnahmen etablieren. Großes Potential sehen wir auch in den Kooperationen mit dem Weltfußballverband FIFA und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales.“

Hier geht es zur Übersicht des neubesetzten Kuratoriums.