Teresa Enke, Vorsitzende des Vorstandes der Robert-Enke-Stiftung, hat in der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin an den Direktor der Klinik, Prof. Dr. med. Armin Wessel, einen symbolischen Scheck in Höhe von 6000 Euro überreicht. Für ein Jahr übernimmt die Stiftung damit einen Teil der Finanzmittel für die Vergütung eines Psychologen, der für die Betreuung von Eltern herzkranker Kinder in der Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zuständig sein wird.

Prof. Dr. med. Armin Wessel, Direktor der Klinik, ist überzeugt, dass mit Hilfe der Robert-Enke-Stiftung die Situation der herzkranken Kinder und ihrer Eltern in Hannover entscheidend verbessert wird. „Gerade in der akuten und nachgeburtlichen Stressphase und während der oft notwendigen Langzeitbetreuung ist eine Unterstützung der Eltern durch einen psychologisch geschulten Mitarbeiter unentbehrlich. Eine systematische Beratung erleichtert die Situation der betroffenen Eltern, in dem ihre psychische Verfassung stabilisiert wird. Auf diesem Wege wird auch eine gute Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit gefördert, die für einen chronischen Krankheitsverlauf wie auch den Genesungsprozess entscheidend sind“, betont Prof. Wessel.

Auch Teresa Enke, die im September 2006 ihre am Herzen erkrankte zweijährige Tochter Lara verloren hatte, weiß aus eigener schmerzvoller Erfahrung um den Wert einer psychologischen Betreuung. „Ich wäre damals froh und dankbar gewesen, wenn wir einen Psychologen an unserer Seite gehabt hätten“, erinnerte sich die 33-Jährige an die schweren Zeiten, die sie und ihr im vergangenen Jahr verstorbener Mann Robert damals durchleben mussten.

Angeregt und befürwortet worden war die Einrichtung einer Psychologenstelle durch die noch durch den Stiftungsrat der Robert-Enke-Stiftung zu berufenden Kuratoriumsmitglieder, Dr. Friederike Danne und Prof. Dr. Peter Hillemanns, Chef der Frauenklinik in der MHH. Dr. Danne, Oberärztin in der Kinderkardiologie, hatte Lara Enke bis zu ihrem Tod in der Kinderklinik der MH Hannover behandelt.

Jan Baßler, Geschäftsführer der Robert-Enke-Stiftung, der Teresa Enke gemeinsam mit Vorstandsmitglied Fritz Willig zur Scheckübergabe in die MHH begleitet hatte, betonte die Pilotfunktion des Projektes: „In der einjährigen Testphase soll in der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin geprüft werden, ob dieses Modell für weitere Kliniken in Deutschland übernommen werden kann.“